Wie Du gesehen hast, gibt es heute kaum mehr einen Lebensbereich, der nicht auf irgendeine Weise mit Leitbetrieben verknüpft ist. Leider kann auf dieser Seite aber nur eine kleine Auswahl an interessanten Themen rund um Leitbetriebe dargestellt werden.
Um wichtige Aspekte nicht gänzlich unbesprochen zu lassen oder lediglich angeschnittene Themenfelder weiter zu vertiefen, laden wir Dich ein, eine „Frage des Monats“ an uns zu schicken. Eine grundsätzliche Frage zu Leitbetrieben, die Dich beschäftigt und deren Beantwortung auch für andere Menschen interessant sein könnte. Oder einfach eine kreative Frage, an deren Beantwortung wir ordentlich zu tüfteln haben sollen.
Wir werden die eingelangten Fragen sammeln, im Team die spannendsten davon auswählen und versuchen, sie zu beantworten. Die ausgewählten Fragen werden samt Antworten auf dieser Seite veröffentlicht. Deine email-Adresse wird natürlich vertraulich von uns behandelt und nicht veröffentlicht.
Das hängt von den jeweiligen Branchen und sogar von den Produkten ab, welche das Unternehmen produziert. Ganz generell kann man festhalten, dass Industrieunternehmen in Europa und insbesondere in Österreich sehr strenge Umweltauflagen zu erfüllen haben. Es ist daher gut für die Umwelt, wenn die Produkte hier und nicht in anderen Regionen der Welt produziert werden.
Die meisten Leitbetriebe sind in den Bundesländern beheimatet, wo es auch vergleichsweise viele Industriebetriebe gibt. Wenn man einen Blick auf die Leitbetriebe-Landkarte im Modul „Zoom“ wirft, bekommt man einen Eindruck, wo es viele Leitbetriebe gibt.
Eines der Kriterien, um als Industrie-Leitbetrieb eingestuft zu sein, ist ein hoher Weltmarktanteil. Das heißt, man muss es geschafft haben, in anderen Ländern viele Kunden gefunden und mit den eigenen Produkten überzeugt zu haben. Damit ist man als Leitbetrieb jedenfalls schon „erfolgreich und bekannt“.
Innerhalb einer Unternehmensgruppe kennt man sich natürlich persönlich und kommuniziert per Telefon, in Online-Meetings aber natürlich auch bei persönlichen Meetings. An einem kleineren Industriestandort wie Österreich kennen sich aber auch viele Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer über die Unternehmensgrenzen hinweg.
Da ist schwierig zu beantworten, auch, weil sich das ständig ändert. Aber im Grunde haben fast alle Leitbetriebe, die Technologieprodukte erzeugen, eine sehr hohe Exportquote von über 90%
Wenn es um „Industriebetriebe“ geht, ist das von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt von den einzelnen Unternehmen und auch der Branche ab. Die Planung dauert aber sicher mehrere Jahre und dabei werden verschiedene Standorte miteinander verglichen. Das Unternehmen versucht dabei herauszufinden, an welchen Standorten die Bedingungen besondere gut sind, um Industrieprodukte zu erzeugen. Die Unternehmen vergleichen beispielsweise, ob es genügend qualifizierte Talente gibt, wie hoch die Energiepreise sind oder wie stark die Belastung durch bürokratische Auflagen ist. Wenn es um „Industriegebiete“ geht, ist das meist eine Frage, die die regionale Verwaltung und die Politik beschäftigt. Auch dieser Prozess dauert mehrere Jahre und es geht den Entscheidungsträgern darum, Arbeitsplätze und Wohlstand in eine Region zu bringen. Natürlich muss man aber auch hier die Abstimmung mit den Unternehmen suchen, denn letztlich sollen diese sich ja im „Industriegebiet“ ansiedeln.
Diese Frage sollte man direkt mir den jeweiligen Unternehmen abklären
Industriebetriebe stehen im internationalen Wettbewerb. Wenn die Kosten für die Erzeugung ihrer Produkte im weltweiten Vergleich zu hoch sind, finden sie keine Käufer – nicht in Österreich und auch nicht auf den Weltmärkten. Damit sinkt der Umsatz und das Unternehmen bekommt Probleme, seinen Betrieb aufrecht zu erhalten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen. Darum sind die Rahmenbedingungen für Industriebetriebe in Österreich so wichtig
Die Kriterien für Industrie-Leitbetriebe wurden vom Industriewissenschaftlichen Institut definiert. Sie finden sich im Modul „Los“ auf der Website von www.leitbetriebe-navi.at
Die Firma Liebherr bietet viele Haushaltsgeräte an. Nähere Informationen finden sich auf dem Factsheet des Unternehmens oder auf der Firmenwebsite
Bei einem „Industrie-Leitbetrieb“ geht es nicht um eine Auszeichnung, einen Preis oder ähnliches. Es geht darum darzustellen, dass es eine spezifische Gruppe an Unternehmen in Österreich gibt, die stark vernetzt ist und damit große Multiplikatoreffekte in der Volkswirtschaft auslöst. Das ist zu wenig bekannt und das sollte sich ändern.
Wenn Du Dir die Landkarte im Modul „Zoom“ ansiehst, wirst Du feststellen, dass viele Leitbetriebe in Regionen angesiedelt sind, die traditionell über eine starke Industrie verfügen oder wo viele Headquarters als oberste Unternehmenszentralen angesiedelt sind. Also etwa Oberösterreich, Steiermark oder Wien.
Die Umsatzsteuer beträgt derzeit grundsätzlich 20 Prozent und wird als sogenannte „Verbrauchsteuer“ von den Konsumentinnen und Konsumenten geleistet. Die Höhe der Umsatzsteuer spielt für Betriebe keine bedeutende Rolle, da sie im Unternehmenskreislauf nur ein Durchlaufposten ist.
Ganz anders ist dies bei den Lohnnebenkosten. Derzeit kommt nur die Hälfte der gesamten Arbeitskosten, die ein Betrieb zu tragen hat, dann auch tatsächlich bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Konto an. Dies ist die dritthöchste Belastung weltweit. Die steuerliche Belastung wird deshalb sowohl von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als auch von den Betrieben als deutlich zu hoch empfunden.
In ganz Österreich gibt es derzeit etwas mehr als 300.000 Unternehmen. Nur etwa 400 dieser Unternehmen erfüllen die strengen Anforderungen (siehe Glossar), um auch als „Leitbetrieb“ zu gelten.